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Interview mit Sabine Sauber, Head of Marketing bei Design Offices

Wir haben mit Sabine Sauber, Head of Marketing bei Design Offices, einem der größten Anbieter für flexible Arbeitsräume und Corporate Coworking in Deutschland, über New Work im Arbeitsalltag und New Leadership gesprochen.

Kim: Was sind 3 Maßnahmen, die ein Unternehmen bei der Neugestaltung der Workspaces beachten sollte?

Sabine: Das Wichtigste ist, die richtigen Fragen an die Mitarbeiter*innen zu stellen, z.B. was sie wirklich jeden Tag zu tun haben und diese Erkenntnisse dann auszuwerten. Mit welcher Art von Aufgaben beschäftigt sich der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin jeden Tag und welcher Anteil ist von der Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeiter*innen oder von der fokussierten Arbeit geprägt? Es geht also zunächst darum, den Bedarf an die Arbeitsumgebung zu analysieren.
Danach geht es im zweiten Schritt ans Ausprobieren und Testen der neuen Workspaces: Das bedeutet, sich im Team zusammenzusetzen, im Kleinen schon einmal auszuprobieren, wie sich das anfühlt, wenn nicht mehr jeder in seinem bekannten Büro sitzt, sondern in einer neuen Arbeitsumgebung. Der dritte Schritt besteht dann darin, die neue Arbeitsumgebung auf der Fläche umzusetzen.
Meiner Erfahrung nach haben viele Angst, ihren eigenen Schreibtisch und ihr Büro herzugeben. Dahinter stecken jedoch die verschiedensten Bedürfnisse, die man auch anders in der neuen Arbeitsumgebung abbilden kann. Das heißt aber nicht, dass das klassische Büro per se schlecht ist. Es bedeutet nur, dass es nur für bestimmte Tätigkeitsprofile geeignet ist, die beispielsweise konstant sehr fokussiert arbeiten. Der Großteil jedoch verbringt seine Arbeit im Austausch mit anderen und hierzu lohnt es sich, geeignete Zonen zu schaffen, die das ermöglichen.

©Design Offices

Kim: Was ist insbesondere für Teams wichtig in einer modernen Arbeitsumgebung?

Sabine: Für Teams ist wichtig, die Dinge, die zusammen erarbeitet werden, gut sichtbar zu machen. Das bedeutet, dass dem Team Räume für die Kollaboration zur Verfügung stehen, mit ausreichend Wänden und Fläche, um interaktiv zu arbeiten.
Wir haben heute Vielzahl an digitalen Tools für To Dos, um Backlogs aufzuschreiben und nutzen Workflows, um uns zu optimieren. Dennoch ist es hilfreich, Wände zu benutzen, Arbeitsergebnisse aufzuhängen, Ideen hinzumalen und zu sammeln. Genau hierfür benötige ich den kreativen Raum, denn Ideen an der Wand haben eine andere Bedeutung, sie werden non-digital an der Wand anders wahrgenommen. Zudem ist es wichtig, weitere Raumsituationen zu schaffen und die Büroumgebung als lebendiges Thema zu sehen, denn die Anforderungen werden sich immer ändern. Wir sind mit unserem Team gerade in neue Räume gezogen und haben die Arbeitsumgebung bereits nach kürzester Zeit nochmal verändert. Wir hatten die Fläche ohne Wände besichtigt und dann gemeinsam entschieden, dass wir mit dem ganzen Team lieber auf engerem Raum alle beieinander sitzen möchten. Dafür wollten wir eine eigene Lounge für uns haben, wo man sich zu zweit auf eine Sofaecke bei einem Kaffee setzen kann, um über wichtige Dinge zu sprechen. Zudem haben wir ein Treppenpodest aus Holz für Teammeetings gewählt sowie einen Raum mit Hochtisch für Arbeitsmeetings und zwei Fokusräume für Telefonkonferenzen und kleine Meetings. Natürlich haben wir den Zugang zu einer Küche und können die allgemeinen Flächen, Lounges und Terrassen im gesamten Standort nutzen. Teams sollten bei der Zusammenarbeit räumlich unterstützt werden, je nachdem, ob Meetings eher im Sitzen oder im Stehen durchgeführt werden, ob die Meetingdauer lang oder kurz ist, bzw. auch in welcher Stimmung diese abgehalten werden sollen. Die Bedürfnisse hängen zum Teil auch vom Thema ab, sind als von Team zu Team auch anders.

©Design Offices

Kim: Was sind deine zwei Lieblings-New-Work-bezogenen Praktiken intern bei Design Offices?

Sabine: Nun die Frage ist, was heißt New Work? Ich mag einfach gern den Austausch mit Menschen. Im Team zu arbeiten, das ist nicht unbedingt neu, doch gibt es heute eine Vielzahl an neuen Arbeitsmethoden. Der Meet & Move Room bei Design Offices ist dafür sehr gut geeignet und es macht Spaß da zu arbeiten.Wenn man im Stehen mit beschreibbaren Wänden agil zusammenarbeitet, sind auch die Ergebnisse deutlich besser.

Kim: Was bedeutet New Leadership für dich?

Sabine: Als Führungskraft ist für mich das Thema New Leadership sehr interessant und ich beschäftige mich viel damit. Die moderne Führungskraft ist heute viel mehr Moderator*in als ein Befehlsgeber. Man muss unbedingt die Unterschiede der einzelnen Teammember berücksichtigen und sie als Stärke sehen. Ich habe ein heterogenes Team mit einer diversen Altersstruktur, mit unterschiedlichen Haltungen, Mindsets und Skills. Viele Teamkolleg*innen möchten maximal selbstbestimmt arbeiten, Dinge selber entscheiden. Umgekehrt besteht aber auch viel Unsicherheit, wie weit Selbstbestimmung reicht. Gemeinsame Spielregeln und Guidelines sind notwendig und die Definition klarer Ziele. Selbstbestimmung bedeutet nicht, dass jeder sofort das gleiche Verständnis von Aufgaben, von der Zusammenarbeit und von Zielen hat. Dieses Verständnis muss die Führungskraft vorgeben und mit dem Team gemeinsam weiter definieren. Das kann auch erst einmal extra Aufwand bedeuten, der sich aber lohnen wird. Für eine selbstbestimmte Arbeitsweise im Team braucht es viel Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation. Da ich viel unterwegs bin, nutze ich die Zeit im Büro hauptsächlich für den Austausch mit dem Team. Als Team sind wir hier noch auf dem Weg und tasten uns an die für uns perfekte Form der Zusammenarbeit heran. Wir werden weiter daran arbeiten, als Team zusammen zu wachsen und dafür zu sorgen, dass eines nicht auf der Strecke bleibt: Spaß, Begeisterung und ein gemeinsam erreichtes Ziel.

Kim: Vielen Dank für das Gespräch!

©Design Offices

Design Offices – mehr Informationen unter
Sabine Sauber
Unternehmenssprecherin, Head of Marketing
+49 (0)89 2620360-71
presse@designoffices.de

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